Ursachen für Scheidenpilz: Zucker, Stress und die Anti-Baby-Pille

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Oh nein, nicht schon wieder ein Scheidenpilz! Der letzte Besuch beim Frauenarzt wegen einer Pilzinfektion war doch erst vor einigen Wochen. Um die Nerven zu beruhigen, muss jetzt Süßes her. Schokolade, Eis oder Gummibärchen? Egal, hauptsache Zucker. Klingt etwas übertrieben?

Scheidenpilz und Zucker - meine Erfahrung

Nein, im Kern ist das doch gar nicht so falsch. Es gab mal eine Zeit in meinem Leben, da wusste ich auch nicht, was ich tun soll - immer wieder wurde das Thema Scheidenpilz aktuell. Es war nicht nur unangenehm, sondern auch irgendwie peinlich. Die Untersuchung und anschließende Behandlung beim Frauenarzt ist immer das Gleiche. Es wird geguckt, dann ein Standard-Medikament verschrieben. Irgendwann wird man ein Profi auf diesem Gebiet (denn ein Arztbesuch brint ja auch keine dauerhafte Besserung) und man holt sich selbst ein rezeptfreies Mittel aus der Apotheke. Leider hilft das nur für eine kurze Zeit. Was ist denn nur los?

Tipps gegen Scheidenpilz, die man überall hört

Klar habe ich alle gängigen Tipps ausprobiert. Empfohlen wird ja folgendes:

  • auf Baumwollunterwäsche achten
  • nicht zu enge Unterwäsche tragen (wegen Schwitzen)
  • nach dem Sex aufs Klo Pipi machen
  • nur Wasser im Intimbereich verwenden
  • Antibiotikaeinnahmen reduzieren
  • Nach Antibiotika wieder den Darm aufbauen
Scheidenpilz und Zucker - meine Erfahrung

Aber ein Scheidenpilz kann nicht nur solche überschaubaren Ursachen haben. Manchmal muss man wirklich tiefer graben, um zur Ursache zu gelangen. Ich fand die Lösung ganz zufällig und möchte meine Erfahrung deshalb gerne mit dir teilen. Ich hatte meine Ernährung umgestellt, die Pille abgesetzt und den Stresspegel reduziert, weil ich Magenprobleme hatte und es sowieso an der Zeit war, einiges in meinem Leben zu optimieren. Dann stellte ich irgendwann fest, dass ich schon länger keinen Scheidenpilz mehr hatte.

Drei Tipps gegen Scheidenpilz, die mir keiner gesagt hat - Zucker, Stress und die Pille

Diese drei Tipps, die hat mir keiner gesagt. Niemand fragte mich nach meinem Stresspegel. Keiner hat mich gefragt, ob ich viel Zucker esse. Und dass die Pille den Scheidenpilz begünstigen kann, ebenso wenig. Ich denke, dass mir am meisten die Ernährungsumstellung geholfen hat. Der Zucker hat meine Darmflora ganz schön durcheinander gebracht. In Verbindung mit jede Menge Stress, ist so ein Scheidenpilz vorprogrammiert. Kommt noch die Pille dazu, ist das Trio in toller Gesellschaft. Meine Ernährung sieht seit dem sehr clean und zuckerfrei aus. Ich esse nach wie vor Obst, aber nichts mehr mit dem üblichen Haushaltszucker. Mittlerweile bin ich seit 8 Jahren vegan und esse so viel gesünder. Das Absetzen der Pille war nicht ganz einfach, meine Hormone haben mich ganz schön herausgefordert. Dazu gibt es bald einen Artikel. Ich habe auch meine Jobsituation verändert und somit für weniger Stress in meinem Leben gesorgt. Diese drei Faktoren haben sich extrem positiv auf meine allgemeine Gesundheit ausgewirkt - und automatisch auch auf den Scheidenpilz. Seit dem - und es ist bis heute so geblieben - habe ich keine Probleme mehr.

Ich kann dir nur empfehlen, diese drei Faktoren genauer anzuschauen: Deinen Zuckerkonsum, wenn vorhanden, die Pilleneinnahme und deinen aktuellen Stresspegel. Alles wirkt sich auf deine Gesundheit aus und kann am Ende des Tages zum Scheidenpilz führen. Mit einem Scheidenpilz muss man sich wirklich nicht abfinden! Gib nicht auf und suche nach der Ursache und stelle dein Gleichgewicht wieder her. Bis bald, deine Lisa.

Beitrag von Lisa Albrecht am 27. Juni 2021 veröffentlicht.